Margret

Margret glaubt alles richtig gemacht zu haben. Sie musste die aufmüpfige Jessica aus dem Bus werfen um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Die Folgen dieser Reaktion waren für Margret nicht absehbar.

Jessica wurde vergewaltigt und Margret von ihrem Dienst suspendiert. Viel schlimmer als die dienstlichen Konsequenzen sind die Schuldgefühle, mit denen Margret sich fortan quält - zumal sie selbst eine Tochter in Jessicas Alter hat. Überall wird sie mit ihrer Tat konfrontiert, mal bemitleidet, mal beschuldigt, selbst in der eigenen Familie sind die Lager gespalten und ihr Mann Lothar möchte am liebsten alles ungeschehen machen.

Margret weiß nicht wie sie empfinden soll. Sie fühlt sich einsam und isoliert sie sich immer weiter von ihrer Umwelt. Sie beginnt damit sich selbst zu bestrafen indem sie sich beim Schwarzfahren erwischen lässt, versucht sie die Tat nachzuahmen. Margert geht sogar soweit, dass sie sich selbst an der einsamen Haltstelle aussetzt in der Hoffnung einer Straftat zu werden. Doch das Gefühl der Erlösung bleibt aus.